ein tag beginnt

ein tag beginnt, einer endet. was wird er bringen?
was wird sein, wenn die nacht herreinbricht?
wie wird es dir gehen, wie mir?
heute war der 13.5.2013 – ein glückstag, wie alle 13. tage
in orth ging es los. unsere nachbarn in der nacht waren süsse wollschweine, (mangaliza) mit ihren jungen. es war ein sehr netter, rustikaler bauernhof, und die schweine hatten viel auslauf. SAM_0019  copyrigth gerry the tramp
in orth haben wir unter dem tribünendach des sportplatzes geschlafen. es war schön trocken und da wir unsere plätze immer so verlassen wie wir sie vorgefunden haben, sauber und ohne etwas zu demolieren, wird niemand merken, dass wir hier übernachtet haben. um zukünftigfen reisenden die guten plätze nicht zu versperren, werde ich auf die genaue lage meiner schlafplätze ab heute nicht mehr eingehen, aber ich versuche immer einen platz zu finden, wo ein kleines dach mich vor regen schützt und ich kein zelt aufbauen muss. bin gespannt, wie lange das so noch klappt. an der donau entlang ist das noch nicht schwer. das fahren ist auch eine erholung. schön langsam bin ich gespannt, wie es in der ukraine und in russland wird, länder, in denen ich noch nicht gerreist bin.

rudi und ich fuhren dann 15 km nach hainburg zum frühstücken in ein nettes cafe am hauptplatz mit einer nettnetten bedienung und einem guten käsebrőtchen & kakao. in hainfeld hab ich auch das erstemal meine visacard getestet, sowas hatte ich bis jetzt noch nicht!! ich wollte wissen, ob ich damit im ausland auch an mein geld komme, hat geklappt!
ca. 15 km nach hainfeld kam bratislava. erst kurz vor der stadt merkten rudi und ich, dass wir ja jetzt in der slowakei waren. im netcafe die überraschung – man kann mit € zahlen!
nachdem rudi 2 stunden die stadt besichtigt hat, bin ich dann endlich am pc fertig und wir können weiter fahren. SAM_0055

                                                                                                            copyrigth gerry the tramp

irgendwann erreichen wir dann rajka in ungarn und haben in einer sehr einfachen wirtschaft sehr gut zu mittag gegessen.
eine holländische amerikanerin setzte sich zu uns und wir unterhielten uns gut, auch sie war mit einem fahhrad unterwegs vom schwarzen mehr nach holland. wir tauschten infos und tipps aus. ich legte mich dann abseits auf eine bank zum mittagsschlaf. rudi und heidi ratschten noch.
plőtzlich rief heidi meinen namen, ich wachte auf und verabschiedete mich von heidi.
gemütlich fuhren wir dann den eu radweg richtung győr. es waren gute 70 km gemischt radweg, strasse gross, strasse klein mit viel und wenig verkehr.
am ortsanfang von győr merkte ich mit entsetzen, dass meine gürteltasche weg ist samt visacard und passport mit russland visum. sofort merkte ich den anstieg meines adrinalinspiegels. was machen, was tun –  alles gleichzeitig …
nach kurzem überlegen fiel mir ein, dass ich es zuletzt in rajka als kopfkissen für meinen mittagsschlaf verwendet habe und durch den abrupten weckruf liegen gelassen habe. so plőtzlich wurde aus einem schönen trockenen radeltag ein stresstag. ganz plőtzlich hatte ich stress, das gepäck irgendwo einzulagern und zurück nach rajka zu radeln!
durch rudis hilfe fanden wir bald eine pension mit einem jungen, netten wirt. ich durfte meine sachen auf der innenterrasse abladen und rudi wollte später alles hoch ins zimmer tragen.
der wirt gab mir den tipp, mit dem bus oder zug nach rajka zu fahren, es war ja schon 20 uhr. rudi hat schnell forints abgehoben und der wirt hat mir eine verbindung mit dem zug aus dem internet gegeben und das lokal in rajka per netz gefunden. er war auch so nett, dort anzurufen. sie haben aber gesagt es wurde keine tasche gefunden.
stress! entweder wurde sie von gästen der kneipe gefunden oder habe ich sie erst bei meiner notdurft im nächsten wald verloren???
auf alle fälle fahre ich mit dem zug um 20:45 nach rajkamit. umsteigen in hegyshalom. im diunkeln ohne ortsplan radelte ich los und war um 21:50 im gasthaus. als ich sah, dass die tasche nicht auf der terrase war, ging ich rein, um mit der wirtin zu sprechen. sie telefonierte, ging dann in die küche und ließ mich einfach stehen ohne was zu sagen, ich hätte sie ja eh nicht verstanden …
durch den türspalt sah ich aber schon meine tasche liegen. die wirtin brachte sie mir und ich war überglüklich, dass noch ALLES drin war, vor allem aber mein pass mit visum.
ich bedankte mich herzlichst und hinterlies noch einige € als finderlohn.
flugs radelte ich wieder zum bahnhof und fuhr mit den selben zügen und schaffnern wieder zurück nadch győr.
kurz nach mitternacht war für rudi und mich der schock zu ende.
das war der 13.5.2013 ….
moral:
in dem dorf wohnen sehr arme leute und wenn da einer meine tasche mitgenommen hätte, könnte ich es verstehen.
im letzten zug richtung rajka sass ein echter zigeuner. sehr einfach gekleidet, ohne zähne, aber an den füssen spitze  weisse lackschuhe, seine frau, tochter und enkelin waren alle sauber aber einfach gekleidet..
gute nacht
gerry the tramp

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3 Antworten zu ein tag beginnt

  1. josef schreibt:

    hallo gerry;
    nun kann ich, nachdem der blog funktioniert, dir und rudi alles gute auf deiner/eurer reise wünschen! leider konnte ich zur verabschiedung nicht nach wien kommen, hoffe mein schwesterlein hat dir meine grüße ausgerichtet!
    also – neuer tag, neues glück – auf ein wiedersehen!
    lieben gruß – josef (samt anhang)

  2. Chris schreibt:

    Servus Gerry
    Da jetzt scheinbar alles funktioniert mi der Technik sind wir ja bestens miteinander verbunden.
    heute bist du ja in der Krone.und ich werde dir die Ausgabe aufheben wenn du irgend wann ein Tolles Bild
    schießt dann werden wir es wieder veröffentlichen übrigens die 40oder 50Euro für das Bild werde ich dir überweisen. Weiter viel Glück das dun ja auch schon gehabt hast wie ich gelesen habe bis zum nächsten mal

    Chris

  3. hannes schreibt:

    Servos Gerry,
    kann es sein das du ein bissl nervös bist? Zwa Katastrophen in den paar Tagen !
    Ai Mann beruhig dich, mehr wie im richtigen Moment Umdrehn wird nicht passieren.
    Der Weg nach Sibierien ist auch“ ein langer ruhiger Fluß“
    behabt euch wohl .
    …bring doch mehr Eindrücke über Land und Leute rein und weniger wo du zum letzten mal gepinkelt hast !
    dein alter sack hannes

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